Für mehr Demokratie: Schülervertretungen treffen sich in Bukarest

"Regio Connect" hieß das Schülervertretungstreffen an der Internationalen Deutschen Schule Bukarest. Dazu kamen Schülervertretungen von zwölf Deutschen Auslandsschulen aus Europa zusammen. Ihr Ziel: gemeinsamer Austausch über politische Bildung und Demokratie an Schulen.

Von zwölf Deutschen Auslandsschulen (DAS) aus Athen, Baja, Belgrad, Bratislava, Györ, Kecskemet, Kiew, Mailand, Moskau, Rom, Sofia und Zagreb kamen die Mitglieder der jeweiligen Schülervertretungen (SV) auf Einladung der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) zusammen. Sie tauschten sich über zentrale Themen der politischen Bildung und Demokratie an Schulen aus.

Das Schülervertretungsnetzwerk festigen

In Workshops und Diskussionen teilten sie Good Practices, erweiterten das bestehende Schüleraustauschprogramm und planten neue gemeinsame Projekte. Ziel war es, das Netzwerk zwischen den DAS zu festigen und den jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmern konkrete Impulse für die SV-Arbeit in den eigenen Schulen mitzugeben.

Vertretungen ansässiger politischer Stiftungen kamen an die Schule, um sich mit den Schülervertretungen über die Möglichkeiten der Zusammenarbeit zwischen Stiftungen und Schulen auszutauschen. Die Jugendlichen stellten dabei ihre eigenen Projektideen vor. Beim Besuch der Deutschen Botschaft in Bukarest – einem Höhepunkt im Programm – konnten die Schülerinnen und Schüler direkt Fragen zur Arbeit der deutschen Auslandsvertretung stellen.

Freundschaften über Ländergrenzen hinweg

Zahlreiche Gelegenheiten ermöglichten den persönlichen Austausch: Beim Abendessen, einer Stadttour durch Bukarest sowie einem Besuch im Parlament konnten die Jugendlichen Kontakte knüpfen, kulturelle Eindrücke sammeln und Freundschaften über Ländergrenzen hinweg schließen.

"Regio Connect" hat damit nicht nur das netzwerkübergreifende Lernen gestärkt, sondern auch den jungen Menschen gezeigt, wie Schülervertretungen aktiv zur Förderung von Demokratie und politischer Bildung beitragen können. Ein inspirierender Austausch, der verdeutlicht: Schülervertretungen können weit mehr bewirken, wenn sie zusammenkommen und Ideen teilen! Die Veranstaltung legt den Grundstein für zukünftige weitere Kooperationen und gemeinsame Projekte der beteiligten Schulen.

Quelle: Kathrin Hess Gedlicka, Koordinatorin Beratungsteam/Schulsozialarbeit, Internationale Deutsche Schule Bukarest

Die Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) des Bundesamtes für Auswärtige Angelegenheiten betreut im Auftrag des Auswärtigen Amts als Schulaufsicht des Bundes unter Mitwirkung der Länder derzeit 135 Deutsche Auslandsschulen. Sie fördert die Schulen in finanzieller, personeller sowie pädagogischer Hinsicht und begleitet ihre qualitätsorientierte Schulentwicklung. Weiterhin betreut und fördert die ZfA 27 Deutsch-Profil-Schulen, nationale Schulen mit einem ausgeprägten deutschen Unterrichts- und Abschlussprofil, sowie rund 1.100 nationale Schulen, die zum Deutschen Sprachdiplom (DSD) der Kultusministerkonferenz führen. Alle von der ZfA geförderten Schulen gehören zum Netzwerk der Initiative „Schulen: Partner der Zukunft“ (PASCH). Die ZfA berät bei der Gründung neuer Schulen mit deutschem Profil, beim Aufbau des Deutschunterrichts in lokalen Schulen und bei der Einführung deutscher Schulziele nach internationalen Standards.