Mit einem zweitägigen Präsenzseminar in Berlin ist Anfang März die Jahreswerkstatt „Digital Leadership“ der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen erfolgreich zu Ende gegangen. Über ein gutes Jahr hinweg hatten 13 Tandems aus Schulleiterinnen und Schulleitern sowie Koordinatorinnen und Koordinatoren für digitale Unterrichtsentwicklung aus Deutschen Auslandsschulen gemeinsam an konkreten Projekten zur digitalen Transformation ihrer Schulen gearbeitet.
In dem abschließenden Präsenzseminar der Jahreswerkstatt in den Räumlichkeiten der ZfA in Berlin präsentierten die Teilnehmenden ihre schulischen Entwicklungsprojekte. Die Bandbreite der Vorhaben reichte von strategischen Konzepten zur KI-Integration im Unterricht über die Etablierung von iPad-Klassen bis hin zur räumlichen Gestaltung eines MakerSpace als Motor moderner Unterrichtsentwicklung.
Ein zentraler Schwerpunkt der beiden Seminartage lag auf dem Austausch über Erfahrungen aus den einzelnen Projekten. Neben den Präsentationsrunden wurde die Möglichkeit gegeben, in einer gemeinsamen Retrospektive über Erkenntnisse und Herausforderungen der Projekte zu reflektieren. Zudem richteten die Teilnehmenden auch den Blick nach vorne und erörterten, welche nächsten Schritte für die Fortsetzung der digitalen Transformation an ihren Standorten anstehen.
Externe Impulse für die Schulentwicklung
Im Verlauf der einjährigen Jahreswerkstatt gab es immer wieder externe Impulse für die weitere Schulentwicklung. So auch im Präsenzseminar: Felix Urban vom Carl-Fuhlrott-Gymnasium in Wuppertal, einer Preisträgerschule des 1. deutschen KI-Schulpreises, stellte das Konzept seiner Schule für den produktiven Einsatz von Künstlicher Intelligenz in Schul- und Unterrichtsentwicklung vor. Martin Lentzen berichtete aus seiner Arbeit zur digitalen Transformation an der German International School of Silicon Valley und diskutierte mit den Teilnehmenden Strategien für erfolgreiches Change Management an Schulen.
„Mit dem einjährigen, prozessbegleitenden Angebot mit dem speziellen Charakter einer Werkstatt wollten wir die konkrete Umsetzung von Entwicklungsprojekten in den einzelnen Schulen ebenso fördern wie den schulübergreifenden Austausch zwischen den Teilnehmenden“, betonte Andreas Mittermair vom ZfA-Fachbereich Qualitätsmanagement und Fortbildung. „So konnten neben dem Transfer von praktischen Erfahrungen und fachlicher Expertise zwischen den teilnehmenden Schulen auch eine gegenseitige Unterstützung erlebt und Reflexion bei der Ausgestaltung der anspruchsvollen Leadership-Rolle in schulischen Transformationsprozessen in den Blick genommen werden.“
Nachhaltige Wirkung
Matthias Baumann aus dem Fachbereich ZfA 6 hob die nachhaltige Wirkung der Jahreswerkstatt hervor: „Im Verlaufe des Jahres ist die Gruppe wirklich zusammengewachsen. Wir waren begeistert von der großen Bandbreite an innovativen Schulentwicklungsprojekten, die von den teilnehmenden Schulen präsentiert wurden und sind uns sicher, dass in der Jahreswerkstatt ein Grundstein gelegt wurde, um den Weg der digitalen Transformation auch in Zukunft gemeinsam zu gehen.“
Die Jahreswerkstatt „Digital Leadership“ ist Teil der Fortbildungsangebote der ZfA für Führungskräfte im weltweiten Netz der Deutschen Auslandsschulen. Ziel des Formats ist es, Schulleitungen dabei zu unterstützen, Transformationsprozesse strategisch zu gestalten und internationale Erfahrungen systematisch zu vernetzen.
Die Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) des Bundesamtes für Auswärtige Angelegenheiten betreut im Auftrag des Auswärtigen Amts als Schulaufsicht des Bundes unter Mitwirkung der Länder derzeit 135 Deutsche Auslandsschulen. Sie fördert die Schulen in finanzieller, personeller sowie pädagogischer Hinsicht und begleitet ihre qualitätsorientierte Schulentwicklung. Weiterhin betreut und fördert die ZfA 27 Deutsch-Profil-Schulen, nationale Schulen mit einem ausgeprägten deutschen Unterrichts- und Abschlussprofil, sowie rund 1.100 nationale Schulen, die zum Deutschen Sprachdiplom (DSD) der Kultusministerkonferenz führen. Alle von der ZfA geförderten Schulen gehören zum Netzwerk der Initiative „Schulen: Partner der Zukunft“ (PASCH). Die ZfA berät bei der Gründung neuer Schulen mit deutschem Profil, beim Aufbau des Deutschunterrichts in lokalen Schulen und bei der Einführung deutscher Schulziele nach internationalen Standards.