Bundespräsident besucht Deutsche Schule Guatemala

Ein besonderer Moment für die Schulgemeinschaft der Deutschen Schule Guatemala: Am 18. März besuchte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier die traditionsreiche Begegnungsschule. Der Besuch fiel in ein spezielles Jahr, denn die Schule feiert 2026 ihr 125-jähriges Bestehen.

"Bilaterale Beziehungen werden politisch gestaltet, aber wirklich gelebt werden sie von den Menschen", erklärte das deutsche Staatsoberhaupt in seiner Ansprache. Eine gemeinsame Sprache spiele dabei eine zentrale Rolle. Davon konnte er sich in zahlreichen Begegnungen mit den Schülerinnen und Schülern selbst überzeugen.

Die Kinder und Jugendlichen empfingen das deutsche Staatsoberhaupt gemeinsam mit seiner offiziellen Delegation feierlich. Musikalische und kulturelle Beiträge unterstrichen den interkulturellen Charakter der Schule, die seit jeher deutsche und guatemaltekische Bildungstraditionen miteinander verbindet.

Der Bundespräsident gratulierte der Schule zu 125 Jahren erfolgreicher Bildungsarbeit und würdigte sie als besonderen Ort des Lernens und des Austauschs. Er betonte die gewachsene Tradition innerhalb der Schulgemeinschaft: In vielen Familien hätten bereits Eltern und teils sogar Großeltern die Schule besucht, und nun führten die Schülerinnen und Schüler diese Verbundenheit fort, indem sie den Ort weiter mit Leben erfüllten.

Austausch mit der Schulgemeinschaft

Auch mit der Schülervertretung sprach Frank Walter-Steinmeier über ihr Demokratieverständnis und ihr Engagement an der Schule und zeigte sich beeindruckt von ihrem hohen Sprachniveau. Er erhielt Einblicke in das vielfältige pädagogische Angebot und informierte sich insbesondere über die in die Schule integrierte Berufsschule, die zwei kaufmännische Ausbildungen nach deutschem Vorbild und mit deutschem Abschluss anbietet. "Wir freuen uns, wenn der eine oder andere zum Studium oder zum Arbeiten nach Deutschland kommt", bekräftigte der Bundespräsident.

Zudem nahm sich Frank Walter Steinmeier Zeit für Gespräche mit ehemaligen Schülerinnen und Schülern, die bereits vor 39 Jahren beim Besuch des damaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker an der Schule dabei waren.

"Der Besuch des Bundespräsidenten ist eine große Ehre für unsere gesamte Schulgemeinschaft und eine besondere Würdigung unserer Bildungsarbeit im Jubiläumsjahr", betont die von der der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) vermittelte Schulleiterin Daniela Gehring.

Begegnungsschule mit Tradition

Gegründet im Jahr 1901, ist die Deutsche Schule Guatemala heute Teil des weltweiten Netzwerks Deutscher Auslandsschulen (DAS), das von der ZfA pädagogisch, organisatorisch und finanziell betreut wird. 1185 Schülerinnen und Schülern bietet die Deutsche Schule Guatemala sowohl das Deutsche Internationale Abitur als auch den guatemaltekischen Abschluss Bachillerato en Ciencias y Letras an. Ergänzt wird das Bildungsangebot durch die integrierte German Business School Guatemala (GBS), die eine duale kaufmännische Berufsausbildung nach deutschem Vorbild anbietet. Viele Absolventinnen und Absolventen studieren oder arbeiten später in Deutschland oder sind international beruflich tätig.

Quelle: Deutsche Schule Guatemala